rund um die Zahnheilkunde
Zur größten Zahnmedizinmesse der Welt (IDS in Köln) hat ein großes deutsches Dentalunternehmen mit dem Solgan „Bohren - nein Danke“ ein an und für sich revolutionäres Produkt auf den Markt gebracht.
Anstelle wie bisher Karies aus dem Zahn wegzubohren, wird die weiche Zahnsubstanz einfach mit einem Spezialkunststoff infiltriert - also getränkt. Ist der Kunststoff hart, ist auch der Zahn wieder intakt. So zumindest das Versprechen des Herstellers.
Leider geht das Verfahren nur bei ganz kleinen Defekten an den Zähnen. Ist bereits ein richtiges „Loch“ im Zahn muss nach wie vor gebohrt werden. Aber anstelle wie bisher tatenlos zusehen zu müssen wie aus einem „noch nicht ganz“ Loch ein richtiges Loch wird, haben wir jetzt die Möglichkeit diesen Abbau zu stoppen – ohne jeglichen Verlust von Zahnsubstanz.
Ist schon toll oder?
Navigation ist heute in aller Munde. Beim Autofahren hilft ein Navigationsgerät, dass man immer schnell und ohne Umwege ans Ziel gelangt und wenn möglich jeden Stau umfährt. Ähnlich hilft uns die Implantatnavigation Implantate sicher dort zu setzen, wo sie Sie als Patient benötigen, ohne dabei wichtige anatomische Strukturen, wie z.B. den Unterkiefernerv, zu verletzen.
Die überkommene Röntgenuntersuchung kann uns dabei einen groben Überblick über die individuelle Anatomie geben. Aber, wie bei einem Bild, gibt uns ein Röntgenbild immer nur ein Bild eines Körpers. Das Panoramaröntgenbild gibt uns zwar eine brauchbare Angabe über die Höhe des Kiefers, über die Breite des Kiefers aber lässt es uns völlig im Dunkeln.
Erst mit Hilfe eines CT's (Computertomogram)oder eines DVT's (Dentales Volumentomogram) wird die dritte Dimension (also die Dicke oder Breite) des Kiefers erfasst. Diese Rohdaten erstellt z.B. ein Radiologe für uns. Wir bekommen diese Röntgendaten dann auf einer Daten CD und können diese mit einem ganz speziellen Programm in unserer Praxis weiterbearbeiten. Zusammen mit einer sogenannten Navigationsschiene, die für Ihre Situation hergestellt wurde, kann jetzt festgelegt werden, wo, wie und mit welchem System bei Ihnen implantiert werden kann.
Und - und das ist ganz wichtig - die Navigationsschiene überträgt uns die geplante Implantatposition in die Implantatoperation selbst.
Das Ergebnis ist eine präzise Implantatoperation, empfindliche anatomische Strukturen, wie z.B. der Unterkiefernerv, werden geschützt und die Implantate werden auch dorthin gesetzt, wo sie später für die Brücke, die Krone oder Prothese gebraucht werden.
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